Diagnose Hörgerät. Was muss ich Wissen?

 

Diagnose Hörgerät. Was muss ich Wissen? Das Hören gehört zu unseren wichtigsten Sinnen. Es ermöglicht nicht nur die Kommunikation, sondern auch die Orientierung im Raum und das Wahrnehmen von Gefahren. Gut hören und verstehen ist ein entscheidendes Stück Lebensqualität.

Doch viele Menschen scheuen sich davor, ihr Gehör testen zu lassen. Entweder wird ein Hörgerät als Stigma und Zeichen der Gebrechlichkeit angesehen – dabei gibt es Hörgeräte, die von außen kaum noch wahrnehmbar sind – oder es besteht Unsicherheit hinsichtlich der anfallenden Kosten.

Diagnose

Diagnose Hörgerät. Was muss ich Wissen? Um festzustellen, ob ein Hörgerät tatsächlich sinnvoll und notwendig ist, wird zuerst ein Hörtest durchgeführt. Dadurch erhalten Sie schwarz auf weiß das Ergebnis zu ihrem aktuellen Hörvermögen. Dieser Test ist kostenfrei.

Bei der am meisten angewendeten Audiometrie wird das Hörvermögen mit Tönen oder Sprache geprüft. Sie wird in der Diagnostik von Hörproblemen eingesetzt, aber auch bei der Anpassung von Hörgeräten. Dies ermöglicht die Beurteilung des beidohrigen Hörens unter verschiedenen Bedingungen, wo zunächst das Verstehen von Sprache in ruhiger Umgebung geprüft wird und danach mit einem Rauschen. So soll das Verstehen von Sprache in einer realistischen Hörsituation beurteilt werden. Weitere Messungen folgen unter Kopfhörern, um die Frequenzen zu messen, die nicht mehr gut gehört werden.

Hörgeräte-Typen

Diagnose Hörgerät. Was muss ich Wissen? Im Prinzip gibt es zwei große Gruppen von Hörgeräten: Entweder sitzen sie innerhalb des Ohres oder hinter der Ohrmuschel. Welches Hörgerät die eigenen Bedürfnisse hinsichtlich dem Klang und der Handhabung am besten erfüllt, wird in einem intensiven Beratungsgespräch ermittelt.

Heute lassen sich Hörgeräte so programmieren, dass sie sich automatisch auf verschiedene Hörsituationen einstellen. Sie blenden z.B. störende Hintergrundgeräusche wie Windgeräusche oder Stimmengewirr aus und verstärken die Sprache. 

Hinter-dem-Ohr-Hörgeräte (HdO) sind die am weitesten verbreiteten Hörhilfen. Sie werden am äußeren Ohr getragen und sind daher sichtbar, wenn auch mittlerweile viel unauffälliger als früher. Die Ohrpassstücke (Otoplastiken) werden individuell für unterschiedliche Ohrgrößen, -formen und Farben angefertigt. Bei Schlauch-Hörsystemen sitzt der Lautsprecher im Hörgerät und der Schall wird durch einen kleinen Schlauch in den Gehörgang geleitet. Bei anderen Systemen sitzt der Lautsprecher direkt im Gehörgang und ist über ein dünnes Kabel mit dem Hörgerät verbunden.

In-dem-Ohr-Hörgeräte (IdO) sind so klein, dass sie komplett im Gehörgang Platz finden und von außen kaum zu sehen sind. Dafür werden Abdrücke von den Ohren genommen, um sie die Hörgeräte perfekt anzupassen. Allerdings können sie als Fremdkörper im Ohr wahrgenommen werden sowie durch vermehrte Bildung von Ohrenschmalz zum Verschluss des Gehörganges führen. Und, sie sind teurer. Zudem sind sie bei einem starken Hörverlust evtl. nicht geeignet.

Was bezahlt die Krankenkasse?

Verschreibt eine HNO-Ärztin oder ein HNO-Arzt ein Hörgerät, werden die Kosten von den gesetzlichen Krankenkassen getragen. Außerdem übernimmt die Krankenkasse die Kosten für Beratung und Anpassung des Geräts durch eine Hörakustikerin oder einen Hörakustiker.

Ob das von der Krankenkasse bezahlte Basismodell ausreicht, ist aber individuell verschieden. In der Regel übernimmt die Krankenkasse einen Vertragspreis von 685 Euro pro Hörgerät. Dazu kommen noch eine Pauschale für individuell gefertigte Ohrstücke und eine Servicepauschale für Reparaturen. Bei an Taubheit grenzender Schwerhörigkeit übernimmt die Krankenkasse mehr.

Wer sich für ein teureres, unauffälligeres System entscheidet, muss den Mehrpreis selbst zahlen. Wer aber nicht nur aus optischen, sondern aus medizinischen Gründen ein teureres Hörgerät auswählt, sollte bei der Krankenkasse die Übernahme der Mehrkosten beantragen. Oft führt das zu einer Zusage. Gerne beraten wir Sie dabei.

Moderne Hörgeräte müssen sechs Jahre halten. Dazu müssen sie regelmäßig nachjustiert und auf ihren Hörverlust eingestellt werden. Nach sechs Jahren bezahlen die meisten Krankenkassen ein neues Gerät. Lassen Sie sich beraten, ob Ihre Krankenkasse dazu gehört.

 

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